Die Tradition eines Feuerwehrverbandes für den Kreis Angermünde kann man bis zum 09.07.1922 zurückverfolgen. An diesem Tag gründeten Freiwillige Feuerwehren (Angermünde, Britz,Gramzow,Greiffenberg,Groß-Ziethen,Oderberg,Joachimsthal,Serwest, Schmargendorf, FF Schwedt/O., Selbstständige FF Schwedt/O., Vierraden) in Schwedt/O.  den Kreisfeuerwehrverband Angermünde e.V. . Vorher waren alle Wehren dem V. Unterverband des Brandenburgischen Provinzial-Feuerwehrverbandes e.V.  zugeordnet.  Die Unterverbände waren eine Art Vorläufer der Kreisfeuerwehrverbände. Sie umfassten aber das Gebiet von mehreren Landkreisen. 

Auf Grund des Gesetzes über das Feuerlöschwesen in Preußen, musste im  Februar 1934 der Verband als eingetragener Verein aufgelöst werden und wurde dann als Körperschaft des öffentlichen Rechts weitergeführt. Von nun an bildeten alle Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Angermünde den Kreisfeuerwehrverband. Anstelle eines Vorstandes trat der Führerrat. Dieser wurde durch den Landrat bestellt . An der Spitze stand der Kreiswehrführer. Dazu wurde der bisherige Kreisbrandmeister Walter Kurt Nölte aus Angermünde berufen. Dieses Gesetz legte auch fest, dass in jeder Gemeinde eine Feuerwehr bestehen musste! Schon zum Jahresende 1934 bestanden in jeder Gemeinde des alten Kreises Angermünde Freiwillige Feuerwehren. 

 

27.08.1922

1. Kreisverbandstag in Angermünde.  Es sind 14 Wehren mit 17 Delegierten anwesend.

24.07.1923

2. Kreisverbandstag in Serwest

25.05.1924

3. Kreisverbandstag in Groß-Ziethen

12.07.1925

4. Kreisverbandstag in Gramzow

12./13.04.1926

5. Kreisverbandstag in Oderberg mit 26 Mitgliedswehren

19.06.1927

Beim 6. Kreisverbandstag in Britz erschienen 28 der 29 Mitgliedswehren. Insgesamt fasste der Verband 834 aktive Mitglieder. An Technik waren bei den Mitgliedswehren 2 Motorspritzen und 38 Handdruckspritzen vorhanden.

13.05.1928

Zum Kreisverbandstag sind 31 Wehren mit 49 Delegierten erschienen. Der Verband hat 911 aktive Kameraden in 32 Wehren im Bestand. Im Berichtsjahr 1927 kam es zu 52 Bränden.

02.06.1929

Der 8. Kreisverbandstag findet in Lunow mit 52 Delegierten aus 34 Wehren statt. Der Verband hat eine Mitgliedsstärke von 1001 Kameraden in 37 Wehren.

17./18.05.1930

9. Kreisverbandstag in Schwedt/O. . Dem Kreisfeuerwehrverband gehören 43 Wehren mit 1131 aktiven und 1149 passiven Kameraden an. Es sind 12 Motorspritzen und 50 Handdruckspritzen im Bestand der Wehren.

 

 

 

17.05.1931

Bis zum 10. Kreisverbandstag in Altenhof ist der Verband auf 44 Mitgliedswehren mit 1160 aktiven Kameraden angewachsen. Die Ausrüstung der Wehren war auf 5 Automobillöschzüge, 14 Motorspritzen, 53 Handdruckspritzen, 18 Kleinlöschgeräte und 73 sonstige Fahrzeuge angewachsen. Insgesamt verfügen die Wehren über 7560 Meter C-Schlauch und 1197 Meter B-Schlauch. Auf dem Verbandstag wird dem Ausbau der Löschwasserentnahmestellen besondere Aufmerksamkeit gewidmet.

22.05.1932

Zum 11.Kreisverbandstag in Melzow hat der Verband 45 Mitgliedswehren mit 1179 aktiven und 1250 passiven Kameraden. Es sind 6 Automobillöschzüge, 15 Motorspritzen( 3 mit 1000l/min; 1 mit 600 L/min.; 11 mit 400 l/min.) 52 Handdruckspritzen, 33 Kleinlöschgeräte und 80 sonstige Fahrzeuge vorhanden.

14.05.1933

In Klein-Ziethen findet der 12.Kreisverbandstag statt. Dem Verband gehören 50 Wehren an.

03.06.1934

Beim 13. Verbandstag, dem 1. Kreisaufmarsch der Freiwilligen Feuerwehren in Liepe hat der Verband bereits 1700 aktive Mitglieder in 72 Wehren.

02.06.1935

In Gramzow findet der 14. Kreisverbands-aufmarsch statt. 27 Wehrführer, 84 Führer und 624 Kameraden nehmen an diesem Aufmarsch teil.

1936

Verbandstag in Joachimsthal

1937

Verbandstag in Vierraden

1938

Der Verband zählt 2142 aktive Kameraden in 100 Halblöschzügen und 6 Löschzügen, welche in 27 Amtsbezirkswehren unterteilt sind.

 

 

Zum 01.01.1939 hatten die Feuerwehren im Kreis eine Gesamtstärke von 2110 Kameraden.  Den Feuerwehren standen unter anderem eine  Automobilspritze, vier Lafettenspritzen,34 Kleinmotorspritzen, 83 Handdruckspritzen und 19000 Meter Schlauchmaterial zur Verfügung.

Die Geschichte dieses Kreisverbandes endet mit der 3. Durchführungsverordnung zum Reichsfeuerlöschgesetz vom 24.10.1939. Darin wurde die Auflösung aller von den Feuerwehren gebildeten Vereine und Verbände angeordnet!  Die Freiwilligen Feuerwehren waren mit Inkrafttreten des Reichsfeuerlöschgesetzes zu einer Hilfspolizeitruppe  geworden. Dies bildet den von den Nationalsozialisten angestrebten Schlusspunkt, zur Einbindung der Feuerwehren in den Polizeiapparat.

Folgende Gründungsjahre unserer heutigen Mitgliedswehren sind aktenkundig belegt:

 

belegte

Bemerkungen

Feiert ein falsches Jubiläum

Ortswehr

Gründung

 

Altkünkendorf

Juni 1934

80. FF im Kreis Ang

 

Angermünde

07.06.1865

 

 

Berkholz

11.02.1934

 

 

Biesenbrow

 April 1934

 

 

Blumenhagen

01.03.1925

 

 

Bölkendorf

 April 1934

 

 

Briest

1925

 

 

Casekow

10.08.1920

 

 

Criewen/Zützen

13.12.1933/Jan.1934

 

 

Crussow

Juli 1929

42. FF im Kreis Ang

 

Frauenhagen

03.06.1929

39. FF im Kreis Ang

 

Flemsdorf

Juni 1931

45. FF im Kreis Ang

 

Fredersdorf

04.04. 1933

47. FF im Kreis Ang

 

Friedrichsthal

1928

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Gartz (Oder)

26.11.1875

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Gatow

26.04.1929

36. FF im Kreis Ang

 

Geesow

1912

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Gellmersdorf

 Juli 1934

84. FF im Kreis Ang

 

Golm

29.04.1933

49. FF im Kreis Ang

 

Görlsdorf

 1934

 

 

Gramzow

12.02.1900

 

 

Greiffenberg

22.10.1892

 

 

Groß Pinnow

23.03.1923 

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Günterberg

1933

46. FF im Kreis

 

Heinersdorf

11.05.1924

 

 

Herzsprung

23.10.1927

 

 

Hohenreinkendorf

1925

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Hohenselchow

1911

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Jamikow

27.02.1935

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Kerkow

18.09.1924

 

 

Kunow

1927

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Landin-

Hohenlandin

Niederlandin

06.06.1934

01.07.1929

 

 

40.FF im Kreis Ang

 

Luckow

1922

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Mescherin

10.03.1929

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Meyenburg

1925

 

 

Mürow

 31.05.1929

37. FF im Kreis Ang

 

Neurochlitz

1950

Ort durch Bodenreform

 

Passow

27.11.1933

51.FF im Kreis Ang

 

Petershagen

27.02.1935

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Pinnow

13.03.1934

 

 

Polßen

 

 

Rosow

1934

 

 

Schmargendorf

01.01.1914

 

 

Schmiedeberg

April 1931

44. FF im Kreis Ang

 

Schöneberg

August 1934

Vorletzte FF im Kreis Ang

 

Schönermark

15.03.1934

 

 

Schönfeld

1925

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Schönow

27.02.1935

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Schwedt/O. Heinersdorfer Straße

04.10.1880

 

 

Schwedt/O. Bäckerstraße

 1981

 

 

Steinhöfel

04.06.1934

73. FF im Kreis Ang

 

Stendell

05.03.1928

 

 

Stolpe(Oder)

Mai 1933

50. FF im Kreis Ang

 

Tantow/Radekow

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Vierraden

1900

 

 

Wartin

21.08.1931

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Welsow

16.02.1934

 

 

Wilmersdorf

 1934

 

 

Wolletz

 07.06.1934

76. FF im Kreis

 

Woltersdorf

1922

vor 1945 Kreis Greifenhagen

 

Zichow

03.05.1925

 

 

 

Zu Zeiten der DDR waren Feuerwehrverbände ebenfalls nicht vorgesehen. Die Freiwilligen Feuerwehren unterstanden dem örtlichen Rat und wurden durch die Abteilung Feuerwehr des Volkspolizeikreisamtes angeleitet.

Erst mit der politischen Wende in der DDR und der Wiedervereinigung war die Gründung von Feuerwehrverbänden wieder möglich.

Die Bildung eines Kreisfeuerwehrverbandes, für  den damaligen Landkreis Angermünde, stand anfangs unter keinem guten Stern. So führte die geplante Gründung am 13. Oktober 1990 nicht zum Ziel.

Da jedoch eine Reihe von Feuerwehren des Altkreises Angermünde äußerst interessiert an der Bildung eines Feuerwehrverbandes als anerkannte Interessenvertretung waren, wurde durch das Vorbereitungskomitee eine zweite Gründungsversammlung vorbereitet.

Die Kameraden Wolfgang Süppel, Harald Graße, Hans-Jürgen Klesse und Wolfgang Grösch, die das Vorbereitungskomitee bildeten, luden alle Feuerwehren des Altkreises erneut zum   

08. Dezember 1990 ins Kreiskulturhaus  nach Angermünde ein.

An dieser Veranstaltung nahmen 31 Delegierte (Feuerwehren), von damals 68 bestehenden Freiwilligen Feuerwehren, teil. Als Gäste konnten neben den Vertretern der Kreisverwaltung und einigen interessierten Bürgermeistern  noch weitere 18 Kameradinnen und Kameraden aus verschiedenen Feuerwehren begrüßt werden..

Der zweite Anlauf zur Gründung eines Feuerwehrverbandes war von Erfolg gekrönt. Denn alle 31 Delegierten stimmten der Gründung zu und es wurde an diesem Tag der Kreisfeuerwehrverband Angermünde e.V. gegründet.

Der gewählte Vorstand wurde durch die Delegierten beauftragt die erforderlichen Maßnahmen zur Rechtsfähigkeit einzuleiten. Mit dem Erhalt der Urkunde vom Kreisgericht Angermünde, datiert vom 13. Juni 1991,  war dieser Auftrag erfüllt und der Verband rechtsfähig.

 

Folgende Wehren waren Gründungsmitglied des Verbandes:

                                   Angermünde, Vierraden, Altkünkendorf, Biesenbrow, Blumberg, Blumenhagen, Flemsdorf, Frauenhagen, Fredersdorf, Gatow, Geesow, Herzsprung, Hohenfelde, Jamikow, Luckow, Mescherin, Mürow, Petershagen, Pinnow, Schmargendorf, Schmiedeberg, Schönermark, Schönfeld, Steinhöfel, Stendell, Wartin, Welsow, Wendemark, Woltersdorf, Zützen und Inpar GmbH  Pinnow

 

 

Auf Grund der Kreisneubildung im Jahr 1994 wurden die Kreise Angermünde, Prenzlau, Templin und die Stadt Schwedt/O.  zum Landkreis Uckermark zusammengeschlossen.  Bereits im Vorfeld bilden Vertreter aller beteiligten Kreisfeuerwehrverbände einen Koordinierungsausschuss für die Zusammenarbeit der vier Verbände im neuen Großkreis Uckermark.  Später schließen sich die Kreisfeuerwehrverbände Templin und Prenzlau sowie der Stadtfeuerwehrverband Schwedt/O. zum Feuerwehrverband des Landkreises Uckermark e.V. zusammen.

Der Kreisfeuerwehrverband Angermünde e.V. behält seine Eigenständigkeit.

Da es aber keinen Kreis Angermünde mehr gab, war es erforderlich den Namen des Verbandes zu ändern.  Auf der  Delegiertenversammlung am 26. Februar 2000 stimmten die Delegierten der Umbenennung in Uckermärkischer Feuerwehrverband Angermünde e.V. zu.

 

1. Wahlperiode

1990-1995

Vorsitzender

Wolfgang Süppel

Angermünde

stellv. Vorsitzender

Hans-Jürgen Klesse

Angermünde

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Schriftführer

Peter Voß

Petershagen

Beisitzer

Reinhard Flader

Woltersdorf

 

Willi Hensel

Biesenbrow

 

Elsbeth Munckelberg

Flemsdorf

 

Arno Weidemann

Schönfeld

 

Hans-Herbert Lüdcke

Betriebsfeuerwehr Pinnow

2. Wahlperiode

1995-1999

Vorsitzender

Wolfgang Süppel

Angermünde

stellv. Vorsitzender

Hans-Jürgen Klesse

Angermünde

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Schriftführer

Peter Voß

Petershagen

Beisitzer

Harald Graße

Crussow

 

Wilfried Mieland

Hohenselchow

 

Henri Schwarz

Passow

 

Bernd Wagner

Angermünde

 

Ernst Klewe

Betriebsfeuerwehr Pinnow

3. Wahlperiode

1999-2003

Vorsitzender

Wolfgang Grösch

Landin

stellv. Vorsitzender

Harald Graße

Crussow

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Schriftführer

Peter Voß

Petershagen

Beisitzer

Hans-Jürgen Klesse

Angermünde

 

Wilfried Mieland

Hohenselchow

 

Birgit Ritter

Frauenhagen

 

Bernd Wagner

Angermünde

 

Jürgen Duckert

Angermünde

4. Wahlperiode

2003-2007

Vorsitzender

Wolfgang Grösch

Landin

stellv. Vorsitzender

Harald Graße

Crussow

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Schriftführer

Peter Voß

Petershagen

Beisitzer

Wilfried Mieland

Hohenselchow

 

Birgit Ritter

Frauenhagen

 

Jürgen Duckert

Angermünde

 

Roland Adam

Angermünde

 

Sandy Klink

Biesenbrow

 

 

5. Wahlperiode

2007-2011

Vorsitzender

Wolfgang Grösch

Landin

stellv. Vorsitzender

Gerd Schulz

Schwedt/Oder

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Frauenbeauftragte

Karin Schulze

Steinhöfel

Schriftführer

David Arndt

Hohenselchow

Beisitzer

Harald Grasse

Angermünde

 

Roland Adam

Angermünde

 

Patrick Richter

Kunow

 

Kurt Galow

Fredersdorf

 

 

6. Wahlperiode

20011-2015

Vorsitzender

Wolfgang Grösch

Landin

stellv. Vorsitzender

Harald Grasse

Angermünde

Schatzmeister

Monika Kötz

Altkünkendorf

Frauenbeauftragte

Karin Schulze

Steinhöfel

Schriftführer

David Arndt

Hohenselchow

Beisitzer

Gerd Schulz

Schwedt

 

Uwe Salzwedel

Gartz

 

Jürgen Duckert

Angermünde

 

Patrick Richter

Kunow

 

Kurt Galow

Fredersdorf